Kompost-System  
 
Aufbau des Großkomposters ZÜRICH:  
 
Der Komposter besteht aus 1m³ großen Kammern. Die Kammern sind aus verzinkten, metallverstärkten Rahmenteilen aufgebaut, die ca. 3 cm dicke Lärchenbretter fassen. Die Bretter können allseitig entfernt werden, so daß die Zuführung bzw. Entnahme erleichtert ist. Ein Regenschutz verhindert, daß bei Niederschlägen Sickerwasser entsteht bzw. Nährstoffe ausgewaschen werden.
Die Nager-Abdeckung besteht aus einem engmaschigen Gitterrost und sorgt über und unter dem Kompostmaterial für eine allseitig geschlossene hygienische Kompostierung ohne Ungeziefer.
Alle Teile des Komposters bestehen aus robusten, ökologisch unbedenklichen Materialien. Der Komposter arbeitet nach dem Heißrotteverfahren, so daß keine Geruchsbelästigung auftritt. Er hat ein ansprechendes Erscheinungsbild. Diese Eigenschaften führen zu einer außerordentlich guten Akzeptanz.
 
 
 
 
 
Montage  
 

Der Komposter wird einfach und schnell vor Ort montiert.

Die Textilabdeckung schützt das Kompostgut vor zu starker Nässe durch den Regen:

Schließlich werden die einzelnen Elemente verschlossen um Diebstahl zu verhinden.

Der Komposter kann später jederzeit an eine andere Stelle versetzt werden.

 
 
 
Was ist Quartierskompostierung?  
 
Die Quartierskompostierung wurde 1985/86 vom Gartenbauamt der Stadt Zürich eingeführt und ist als "Züricher Modell" bekannt geworden.
Haushalte in Mehrfamilien- und Hochhäusern, die keinen eigenen Garten am Haus haben, schließen sich zusammen um gemeinsam einen Komoster zu betreiben.
 
 
 
Kompostqualität:  
 
Das Heißrotteverfahren (nach Kurt Haefeli) sichert eine ausreichende Hygienisierung des Bioabfalls bei Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius.
Der Kompost aus dem Großkomposter ZÜRICH - Verfahren Haefeli ist mehrfach untersucht worden. Grundlage der Kompostuntersuchungen ist die RAL-UZ 45
 
Nährstoffe/Schadstoffe
 
Es wird immer wieder festgestellt, daß die Bewohner - sobald sie gut informiert sind - hochmotiviert Bioabfall sammeln und sich an die Vorgaben halten. Damit ist sicher, daß der Kompost die gewünschte Güte hat.
 
Ensprechend Aussagen des Bodengesundheitsdienstes BGD ist eine Ausbringung des Kompostes als Bodenverbesserungsmittel empfehlenswert.
Die Ergebnisse beim Keimtest waren positiv und bestätigen die Aussagen zu den pflanzenverfügbaren Nährstoffen.
 
Keiner der ermittelten Werte näherte sich den vorgeschriebenen Grenzwerten an.
 
In den Untersuchungen wurde nachgewiesen, daß in keiner der Proben Wurmeier, E. Coli oder Salmonellen vorhanden waren.
 
Plastiktüten, Blumentöpfe, Blumenband, Geschenkband, Kronkorken, Pralinenpapier, Plastikbecher, Aludeckel und Verpackungsteile aus Verbundstoffen gehören nicht in den Komposter!
Fichtenzweige und Kränze werden stets nach Weihnachten eingeworfen - sie sind schwer kompostierbar und sollten entfernt werden.
 
 
Rechtlicher Hintergrund:  
 

Richtlinie des Europäischen Parlaments vom 19. Nov. 2008 über Abfälle:

Kapitel III Artikel 22, Bioabfall:

Die Mitgliedstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um folgendes zu fördern:
a) die getrennte Sammlung von Bioabfällen zu dem Zweck, sie zu kompostieren und vergären zu lassen
b) die Behandlung von Bioabfällen auf eine Art und Weise, die ein hohes Maß an Umweltschutz
gewährleisten kann.

Arbeitsentwurf des Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 23.02.2010:

§ 11 Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft für Abfallbiomasse:
1. Soweit dies zur Erfüllung der Anforderungen nach §§ 7 und 8 erforderlich ist, sind Bioabfälle, die einer
Ü berlassungspflicht nach §16 Absatz1 unterliegen, spätestens ab dem 1. Januar 2015 getrennt zu sammeln.